Die Ursachen von Rückenschmerzen bleiben oft unklar – trotzdem ist es wichtig, die Auslöser genau zu identifizieren. Denn: In einigen Fällen liegen ernsthafte Erkrankungen zugrunde, die dann gezielt behandelt werden müssen. Aus diesem Grund werden Kreuzschmerzen im Rückenzentrum am Klinikum Bad Salzungen im ersten Therapieschritt nach fest definierten Kriterien klassifiziert.

 

Nichtspezifischer Rückenschmerz

In 85 % der Fälle liegt ein „nichtspezifischer Rückenschmerz“ vor. Das heißt: Die Ursachen sind vielgestaltig und häufig auch nicht eindeutig zuzuordnen. Sie sind aber gutartig und meist gut zu behandeln. Zu diesen Behandlungen gehören je nach Symptom und Befund unter anderem die Methoden der Manuellen Therapie, der Therapeutischen Lokalanästhesie, Physiotherapie/Physikalische Therapie und auch kurzzeitige medikamentöse Schmerztherapie. Ziel ist dabei immer die aktive Bewegungsfähigkeit zu erhalten oder so schnell wie möglich wieder herzustellen. Da diese Schmerzen allerdings auch häufig wiederkehren, gilt es durch Bewegungstherapie und aktiven Lebensstil im Sinne der Prävention vorzubeugen.

 

Chronische Rückenschmerzen

Chronische Rückenschmerzen sind für Betroffene eine enorme Belastung.
Über chronische Rückenschmerzen spricht man, wenn diese länger als drei Monate andauern. Die Ursachen sind vielschichtig. Neben organischen Störungen (z. B. degenerativen Prozessen wie Arthrose) haben psychosomatische (z. B. berufliche Faktoren, Stress, Angst und Depression) und mechanische Ursachen (z. B. Bewegungsmangel, dauerhafte Überlastung) einen hohen Stellenwert bei der Chronifizierung von Rückenschmerzen.

Die Therapie ist oft langwierig und schwierig. Die Therapieansätze sind vielgestaltig: Medikamente und nichtmedikamentöse Maßnahmen wie Physiotherapie, Ergotherapie, Entspannungsverfahren, Psychotherapie, Aufklärung und Prävention sind gleichwertig einzusetzen. Den individuellen Behandlungsansatz legt das Team des Rückenzentrums bei Bedarf in einer interdisziplinären Fallkonferenz fest.
Eine wichtige Voraussetzung ist die aktive Mitarbeit des Betroffenen und der Wille zur Besserung der Beschwerden.

 

Potenziell gefährliche Rückenschmerzen

Potenziell gefährliche Rückenschmerzen, die einer schnellen Abklärung und Therapie bedürfen, sind durch bestimmte Symptome, so genannte „Red flags“, gekennzeichnet. Diese Symptome sind zum Beispiel Lähmungen der Arm- und Beinmuskulatur, Blasen- und Mastdarm-Störungen oder erheblicher Klopf- und Stauchungsschmerz.
Zugrunde liegen können hier unter anderem operationsbedürftige Bandscheibenvorfälle, Wirbelfrakturen (die durch eine Osteoporose hervorgerufen werden können), rheumatische Erkrankungen, selten auch Entzündungen und Tumore.
Für diese Fälle stehen im Rückenzentrum alle notwendigen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten zur Verfügung.

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