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Wofür steht KTQ?
In den Medien zum Thema Gesundheitsversorgung und auch im Krankenhausalltag ist es inzwischen sehr geläufig - das Stichwort „KTQ". Meistens fällt es im Zusammenhang mit den Fragen zur Qualität unserer Leistungen. KTQ ist die Abkürzung für „Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen" und beschreibt ein Zertifizierungsverfahren, nach dem Krankenhäuser einheitlich bewertet werden und das so eine Vergleichbarkeit der Leistungserbringer im Gesundheitswesen ermöglichen soll. Dabei erfüllt dieses Verfahren die rechtlichen Vorgaben des Sozialgesetzbuches zum Qualitätsmanagement in deutschen Krankenhäusern. In der Industrie sind solche Verfahren schon seit langer Zeit üblich (z.B. ISO 9000 oder EFQM).
Welche Vorteile hat das KTQ-System?
Eine Besonderheit der Zertifizierung nach KTQ ist die Aufteilung in zwei Schritte: eine Selbstbewertung und eine Fremdbewertung. Der Zertifizierung wird eine strukturierte Selbstbewertung vorangestellt, um Schwachstellen zu suchen und zu beseitigen, damit eine Zertifizierung in der Fremdbewertung durch Visitoren erfolgreich ist. Im Rahmen dieser Visitation werden Gespräche mit den Patienten und den Mitarbeitern des Krankenhauses geführt, die das Qualitätsmanagement hinterfragen. Anhand der Kriterien des KTQ-Kataloges eingeschätzt und bewertet werden schließlich die Qualität der internen Abläufe sowie deren planungsgerechter Umsetzungsgrad. Am Ende der Visitation steht ein Bericht der Visitoren mit der Empfehlung, das KTQ-Zertifikat zeitlich befristet zu erteilen - oder auch nicht.
Zur Zertifizierung gehört auch, dass die Qualität der Leistungen transparent nach außen dargestellt und den Patienten, überweisenden Ärzten und Kostenträgern zugänglich gemacht wird. Dies erfolgt über die Homepage der KTQ-GmbH (www.ktq.de), in der die Qualitätsberichte der zertifizierten Krankenhäuser für die Zeit der Gültigkeit des Zertifikates eingestellt werden.
Der KTQ-Katalog
Der KTQ-Katalog wurde 2009 komplett überarbeitet und besteht aus einem umfangreichen Erhebungsbogen für die Strukturmerkmale des Krankenhauses (wie z.B. Bettenzahlen, Leistungsspektren, Fachabteilungen, häufig vorkommende Diagnosen und Operationen) sowie einem „Frageteil" mit ca. 720 Fragen, die sich auf 63 Kriterien in folgenden 6 Kategorien verteilen:
- Patientenorientierung
- Mitarbeiterorientierung
- Sicherheit im Krankenhaus
- Informationswesen
- Krankenhausführung
- Qualitätsmanagement
In der Patientenorientierung wird der Weg eines Patienten durch das Krankenhaus von der Patientenaufnahme über die Planung und Durchführung der Behandlung bis zur Entlassung dargestellt und abgefragt.
Zentrale Punkte der Kategorie Mitarbeiterorientierung sind die Personalbedarfsplanung, die Sicherstellung der Qualifikation des Personals und die Integration von Mitarbeitern.
Unter Sicherheit im Krankenhaus werden die Gewährleistung einer sicheren Umgebung für die Patienten, die Hygiene und die Bereitstellung von Materialien aufgeführt. Brandschutz, Arbeitssicherheit oder Hygienerichtlinien werden hier abgefragt und bewertet.
Das Informationswesen steht für den sicheren Umgang mit den Patientendaten, die Weiterleitung von Informationen und die Nutzung der modernen Informationstechnologien.
Die Krankenhausführung ist entscheidend für die Effektivität und Effizienz der Leistungserbringung. Wichtige abzufragende Punkte sind hier z.B. die Erstellung eines Leitbildes, eine Zielplanung und die Berücksichtigung ethischer Fragestellungen.
Das letzte Element des Kriterienkataloges, das Qualitätsmanagement, umfasst Fragen zum systematischen und zielorientierten Umgang mit den Abläufen innerhalb des Krankenhauses. Wesentlich hierfür ist die Einbindung aller Krankenhausbereiche in das Qualitätsmanagement sowie Verfahren zur Ermittlung und Verwirklichung von Qualitätszielen. (z.B. Arbeit mit Kennzahlen, Nutzung von Befragungen, Prozessmanagement, Benchmarking).
Unser Weg zur KTQ-Re-Zertifizierung
Nach der erfolgreichen KTQ-Erstzertifizierung (05. - 08. November 2007) nutzten wir insbesondere den KTQ-Visitationsbericht sowie das klinikinterne Prozess- und Projektmanagement, um unsere Strukturen und Abläufe kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dieser Prozess wurde mit Blick auf die angestrebte Rezertifizierung nochmals intensiviert. In Anlehnung an die guten Erfahrungen während des Projektes zur Erstzertifizierung nach KTQ im Jahr 2007 nutzten wir das erworbene Know how und bildeten im November 2009 zu jeder der sechs KTQ-Kategorien eine Arbeitsgruppe (Kategorien-Teams), wobei diesen jeweils Mitglieder des QM-Teams vorstanden und die selbstkritische Bearbeitung des KTQ-Fragenkataloges koordinierten. Die Ergebnisse wurden anschließend durch den Bereich Qualitätsmanagement / Organisationsentwicklung überarbeitet und zu einer umfassenden Selbstbewertung des Klinikums zusammengetragen. Parallel wurden bei Bedarf Maßnahmen zur Optimierung abgeleitet und systematisch umgesetzt.
Unser aktueller Stand
Vom 31. Oktober bis zum 04. November 2011 nahmen drei externe Visitoren* und zwei Visitationsbegleiter der „Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen" (KTQ) das Klinikum Bad Salzungen, seine Prozesse und Strukturen sowie die Mitarbeiter genau unter die Lupe und fassten die Ergebnisse in einer abschließenden Bewertung zusammen, nach der man die KTQ-Zertifizierung des Klinikums Bad Salzungen klar befürwortet hat.
Die offizielle Übergabe des neuen KTQ-Zertifikates erfolgte am 06. Januar 2011 durch den Leiter der von uns gewählten Zertifizierungsgesellschaft „Green & Ibex" (www.green-ibex.de).
Hier finden Sie unseren KTQ-Qualitätsbericht. Ergänzt wird dieser durch den Gesetzlichen Qualitätsbericht.
* Externe Visitoren sind durch die KTQ-GmbH für den Visitationsprozess besonders geschulte Praktiker aus verschiedenen Krankenhausbereichen (z.B. Ärzte, Pflegedienstleiter, Verwaltungsmitarbeiter)
Der KTQ-Katalog wurde 2009 komplett überarbeitet und besteht aus einem |