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Intensiv um „Herzkinder" kümmern
stz, 02.02.2007

Er hat in Thüringen studiert, an der Uni-Kinderklinik Jena, in England und in den Kinderkliniken Apolda und Rodewisch im Vogtland jede Menge Erfahrungen gesammelt und verstärkt seit Jahresbeginn das Ärzte-Team des Bad Salzunger Klinikums: Dr. med. Ekkehard Seidler.

BAD SALZUNGEN - Harald Muhs, Geschäftsführer des Klinikums, ist froh, einen Mann wie Ekkehard Seidler für die Stelle des Chefarztes der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin gefunden zu haben.
Nach dem gesundheitsbedingten Ausscheiden von Dr. Hajnalka Leonhardt-Horti hatte Oberärztin Dr. Kathrin Georgi-Rubner die 20-Betten-Abteilung fast ein Jahr lang geführt, „eine tolle Leistung", wie Muhs anerkennend hervorhob.
Über eine Stellenausschreibung kam der Kontakt zu Dr. med. Ekkehard Seidler zustan-de, der zuletzt Chefarzt der Kinderklinik Rodewisch im Vogtland war. „Ich hätte ihn gerne eher hier gehabt, aber das hing an den Verträgen", so Muhs. Und Verträge müsse man schon einhalten. Er sah in dem 48-Jährigen sofort den idealen Kandidaten für die Stelle, „weil er die Erfahrung auf diesem Gebiet mitbringt".
Der in Freiberg geborene und auch dort zur Schule gegangene Seidler absolvierte von 1978 bis 1983 sein Medizinstudium in Jena, war anschließend zweieinhalb Jahre wissenschaftlicher Assistent des pathologischen Instituts in Jena und wechselte dann zur dortigen Uni-Kinderklinik. Es folgte ein halbes Jahr in England, bis es ihn 1992 zurück nach Thüringen verschlug. Zehn Jahre arbeitete der Mediziner an der Kinderklinik Apolda und sammelte Erfahrungen im Schlafmedizinischen Zentrum. Vor vier Jahren trat er die Chefarztstelle an der Kinderklinik Rodewisch in Sachsen an.

Was ihn an der Bad Salzunger Stelle gereizt hat? „Dass ich zurück in meine Wahlheimat Thüringen kann und, dass das Klinikum Akademisches Lehrkrankenhaus der Universitätsklinik Jena ist und hier alle Patienten unter 18 Jahren - unabhängig von der Erkrankung - pädiatrisch betreut werden." Damit erfülle die Salzunger Klinik in vorbildlicher Weise eine Forderung der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, was bisher anderenorts noch nicht zur Selbstverständlichkeit geworden sei. Seine Erfahrungen aus dem Apoldaer Schlafmedizinischen Zentrum will Seidler im Klinikum einbringen. „Ich möchte Ansprechpartner für die kleinen Schnarcher werden", sagt er schmunzelnd. Und er wolle sich intensiv um „die Herzkinder" kümmern, ihnen durch zusätzliche ambulante Untersuchungsmöglichkeiten manchen Weg nach Gießen ersparen.
Einen Schwerpunkt sieht der neue Chefarzt in der Kinderlungen- und Bronchialheilkunde einschließlich Allergologie. „Dieses fachliche Feld interessiert mich besonders", betont Seidler und Muhs fügt hinzu: „Das ist auch seine Spezialität und hat uns bewegt, mit ihm zusammenzuarbeiten."
Zuständig ist Dr. med. Seidler nicht nur für die 20 Betten der Kinderstation, sondern auch für die Neugeborenen, einschließlich der Neonatologie, also die kranken Neugeborenen und Frühgeborenen, die in räumlicher Nähe zu ihren Müttern betreut werden können. „Der Übergang von der Neugeborenenstation zur Kinder- und Jugendstation ist bei uns ein fließender", so Seidler. (mö)


Verstärkt seit 1. Januar das Ärzteteam des Klinikums: Dr. med. Ekkehard Seidler. FOTO: HEIKO MATZ

 
 
 

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