Home Pressespiegel Presseartikel 2006 KLINIKUM JETZT "PERINATALES ZENTRUM" - Früh erkennen, ob das Baby gesund ist
KLINIKUM JETZT "PERINATALES ZENTRUM" - Früh erkennen, ob das Baby gesund ist

stz, 22.02.2006

Die junge Frau war mit dem ersten Kind schwanger. Ein paar Wochen sollte es noch dauern bis zur Entbindung. Dann: eine Schwangerschaftsvergiftung. Der mit Kaiserschnitt in die Welt geholte Winzling lebt und ist gesund, brachte aber nur 1750 Gramm auf die Waage. Und musste mehrere Wochen in der Klinik bleiben. BAD SALZUNGEN - "Wir streben an", sagt Dr. med. Kornelia Franke, Chefärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe am Klinikum in Bad Salzungen, "Mutter und Kind das zu ersparen". Mit neuen Therapien und modemen Geräten sei es möglich, eine Schwangerschaft so gut zu betreuenÜnd zu überwachen, dass in vielen Fällen eine zu frühe Geburt vermieden werde. Und dass Komplikationen, die Mutter und Kind gefährden könnten, möglichst früh erkannt würden. Seit dem 1. Januar ist die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe als "Perinataler Schwerpunkt" eingestuft. Der "Gemeinsame Bundesausschuss" , der die Einstufungen vornimmt, wolle, erklärt Kornelia Franke, "eine gewisse Zentralisierung" erreichen. Heißt: Jede Schwangere soll- ohne Umwege und Verlegungen - direkt in dem Krankenhaus versorgt werden, das für ihre Bedürfnisse optimal eingerichtet ist. Hintergrund sei, in Deutschland die Qualität der Versorgung von Früh- und Neugeborenen so zu verbessern, dass Säuglingssterblichkeit und Säuglingserkran. kungen weiter gesenkt würden. Nicht, dass es darum nicht gut stünde - die Unterschiede messe man "im Promillebereich, aber trotzdem sind etwa Schweden und Norwegen besser". In einem "Perinatalen Schwerpunkt" liegen Geburtshilfe und Kinderklinik "Tür an Tür", es dürfen Mütter ab der 32. Schwangerschafts- woche und Babys "mit einem Geburtsgewicht größer gleich 1500 Gramm" behandelt werden, es muss gewährleistet sein, dass Geräte zur intensivmedizinischen Versorgung von Frühund Neugeborenen vorhanden sind. Außerdem müssen die ärztlichen Leiter der Geburtshilfestation und der Kinderklinik speziell ausgebildet und erfahren sein. "Zu all dem sind wir in der Lage, all diese Voraussetzungen erfüllen wir", sagt Kornelia Franke. Die Einstufung betreffe "natürlich nicht die Notfälle - um die kümmert man sich immer". Die "Verbesserungen in der Geburtshilfe" - zu der auch die Nachsorge mit Wochenbettbetreuung, Stillberatung, Rückbildungsgymnastik und Babyschwimmen gehören - betrachte sie als eine ständige Aufgabe. Die Kurse zur Geburtsvorbereitung, gestaltet von Hebammen und Ärzten, biete man nicht nur in Bad Salzungen, sondern auch in Bad Liebenstein, Merkers, Tieenort, Breitungen, Kaltennordheim, Niederschmalkalden, Berka/Werra und Vacha an. Zu den Verbesserungen zählt Kornelia Franke auch die moderne Technik. Man habe zwei neue Cardiotokographen gekauft Geräte, mit denen sich gleichzeitig der Herzschlag des Ungeborenen und die Wehe messen lassen. "Schnurlos", sagt die Chefärztin, "die Frau kann sich frei bewegen und hat nur die Schallköpfe auf dem Bauch". Schon früher zum Einsatz kommt die neueste Anschaffung: Ein Gerät zur 4D- Sonographie. "Die vierte Dimension ist die Zeit" - ein 3DBild des Fötus ist sofort verfügbar, "ohne lange Berechnungszeit" . Sinnvoll sei diese Technik in der Fehlbildungsdiagnostik die Untersuchung, die in der 20. bis 22. Schwangerschaftswoche gemacht wird, zeigt am Bildschirm, ob das Baby sich so entwickelt, wie es soll - "ob alles dran ist". Die "Veränderungen und Verbesserungen", befindet Kornelia Franke, "sind erfreulich". Ein gutes Beispiel sei die junge Frau, die einige Jahre später mit dem zweiten Kind schwanger gewesen sei. Es sei sehr früh erkannt worden, dass die gleichen Komplikatiopen sich ankündigten wie in der ersten Schwangerschaft. Die Frau sei therapiert worden, habe einige Wochen "überwiegend hier gelegen". Und "wir sind deutlich weitergekommen als 1700 Gramm". Das Kind, vor kurzem nach 37 Schwangerschaftswochen auf die Welt gekommen, wog 2380 Gramm "ihn können wir früh heimlassen". (m)
 
 
 

Klinikum Bad Salzungen GmbH

Lindigallee 3
36433 Bad Salzungen

Telefon:
03695 / 64-0
Fax:
03695/64-1443

E-Mail:
info @ klinikum-badsalzungen.de
Internet:
http://www.klinikum-badsalzungen.de

Arbeiten im Klinikum

arbeiten
Wir suchen Sie! Hier finden Sie unsere Stellenangebote.