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Erfahrener Gynäkologe als Geburtshelfer - fürs MVZ
fw, 05.09.2006

Unter einem Dach, mit kurzen Wegen für den Patienten und vor allem unkomplizierter Zusammenarbeit zwischen den Fachärzten: So stellt sich Harald Muhs, Geschäftsführer des Klinikums Bad Salzungen, die Arbeit im neuen Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) Bad Salzungen vor.

BAD SALZUNGEN - Am 1. Oktober wird das MVZ im ehemaligen Kranken-haus eröffnet. Zunächst, so erklärt Harald Muhs, werden der Gynäkologe und Geburtshelfer Dr. Klaus Kalb, der bis dato seine Praxis in Vacha hat, sowie die Gynäkologin und Geburts- helferin Dr. Marita Busch, die im Bad Salzunger Klinikum arbeitet, in das MVZ einziehen. Außerdem wird eine Anästhesistin, Dr. Christiane Kotlebova, im Haus sein, um ambulante Opera-tionen absichern zu können. „Wir sind als Klinikum angehalten, die Gesundheitsversorgung im Kreis zu stützen. Durch die neuen Regelungen im Gesundheitswesen wurde die Chance eröffnet, medizinische Versorgungszentren zu eröffnen. Unter anderem geht es natürlich um finanzielle Einsparungen, aber auch um Erleichterungen für die Patienten", erklärt Harald Muhs. Das Bad Salzunger Klinikum, vom Landkreis unterhalten, ist zu hundert Prozent Gesellschafter des MVZ. Die Ärzte wiederum werden beim MVZ angestellt sein, also ein Festgehalt beziehen und nicht mehr selbst ab- rechnen und bangen müssen, was sie als niedergelassene Mediziner am Monatsende verdienen. „Ich bin fast 65 Jahre und ich freue mich auf diese neue Heraus- forderung", sagt Gynäkologe Klaus Kalb, der aus Vacha einige Patienten mitbringen wird, die sich jetzt schon in den Terminkalender für die neue Praxis haben eintragen lassen.

Wie lange er im MVZ bleiben wird, steht nicht fest. Allerdings ist er mit seiner Erfahrung für Harald Muhs wirklich ein „idealer Geburtshelfer für ein Projekt wie das MVZ". Die Technik für die neuen Praxen wird teils von den Ärzten mit eingebracht, teils neu an- geschafft. „Räumlich haben wir die Möglichkeit, noch zu erweitern. Es wäre denkbar, weitere Ärzte mit aufzunehmen. Allerdings möchten wir erst sehen, wie die Sache anläuft. Abhängig ist die Ansiedlung sowieso von der Bedarfsplanung der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen." Neben dem MVZ mit seinen Mitarbeitern wird sich ein Nuklearmediziner aus Nordrhein-Westfalen in den Räum-lichkeiten niederlassen. Auch mit ihm ist eine Zusammenarbeit angedacht, auch wenn er nicht in das MVZ integriert ist. Arbeitsplätze entstehen ebenfalls durch das MVZ. „Dr. Kalb bringt seine beiden Sprechstundenhilfen mit und zwei weitere haben wir über das Arbeitsamt vermitteln lassen", erklärt Joris Schikowski, zuständig für den Bereich Medizincontrolling und ebenfalls Gynäkologe am Klinikum. Das MVZ wird behindertengerecht ausgestattet sein. Parkflächen für die Patienten werden geschaffen und die Öffnungszeiten sollen wirklich flexibel gestaltet werden. Geplant sind Behandlungen teilweise im Zeitraum von 7.30 bis 18.30 Uhr und die Gynäkologen wollen den Service bieten, alle zwei Wochen auch an den Sonn-abenden ihre Praxen zu öffnen. (jub)


Noch wird gebaut an der früheren Ambulanz am alten Krankenhaus, am 1. Oktober ist Eröffnung. F.: hm

 
 
 

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