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stz, 08.12.2006
BAD SALZUNGEN - Eine Knospe, die sich nicht entfalten kann - ein Samenkorn, dem die Kraft fehlt, einen Spross zu treiben - diese Symbolik steckt in der Gemeinschaftsgrabstätte für stillgeborene Kinder auf dem neuen Stadtfriedhof in Bad Salzungen.
Zweimal im Jahr finden Sammelbeisetzungen von fehlgeborenen Kindern unter 500 Gramm statt. „Sammelbeisetzung bedeutet, dass die Kinder unter 500 Gramm über einen Zeitraum von sechs Monaten aufbewahrt, gemeinsam feuerbestattet und dann in einer Urne beigesetzt werden", erklärt Dr. Kornelia Franke, Chefärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe am Klinikum Bad Salzungen. Auch Totgeborene - also Kinder, die über 500 Gramm wiegen, - können hier ihre Ruhestätte finden. Und die Eltern einen Ort zum Trauern. Sie können an der Gemeinschaftsgrabanlage ein Erinnerungsstück niederlegen.
Den Termin der zweiten Sammelbestattung hat man ganz bewusst auf den 9. Dezember gelegt. „Am Sonntag ist der so genannte Candlelighting-Day, der Tag, an dem man mit einer Kerze im Fenster der verstorbenen Kinder gedenkt", so Dr. Kornelia Franke. Sie wird zur Bad Salzunger Gedenkfeier, die um 10 Uhr auf dem Stadtfriedhof beginnt, einleitende Worte sagen. Den ökumenischen Gottesdienst hält Klinikseelsorger Pfarrer Möbius. In Schmalkalden gibt es am Sonntag, 10. Dezember, einen Gedenkgottesdienst für verstorbene Kinder. Dieser beginnt um 14.30 Uhr im Zentrum der evangelischen-freikirchlichen Gemeinde im Kanonenweg 14. (mö) |