|
stz, 18.12.2006
Gestern tagte der Bundesvorstand der Deutschen Gesellschaft für Medizincontrolling (DGfM e.V.) turnusmäßig in Bad Salzungen.
BAD SALZUNGEN - Der bundesweit tätige Berufsverband im Medizincontrolling tätiger Ärzte befasste sich mit den Auswirkungen der Gesundheitsreform auf die deutschen Kliniken. Aktuell hatte der Bundesrat am Vortag eine Liste von rund 100 Änderungswünschen zur Gesundheitsreform verabschiedet. Der stellvertretende Bundesvorsitzende, Joris Schikowski, Leiter des Zentralen Patientenmanagements im gastgebenden Klinikum Bad Salzungen, betonte, dass die darin enthaltene Forderung nach Streichung der Absenkung der bundesweiten Krankenhausbudgets um 500 Millionen Euro absolut notwendig ist. Auch die Thüringer Kliniken stecken noch im Prozess der Anpassung an das neue Abrechnungssystem und hätten gerade dadurch in den kommenden zwei Jahren noch mit Einnahmeverlusten zu rechnen.
Weitere Themen der Vorstandssitzung waren die Schaffung bundeseinheitlicher Ausbildungsstandards für im Krankenhausmanagement tätige Ärzte und von Kodierfachkräften. Bei diesen handelt es sich um Experten des mittleren Verwaltungsdienstes, die die Ärzte bei der Ermittlung der Fallpauschalen (DRG) unterstützen, nach denen eine Krankenhausbehandlung von den Krankenkassen vergütet wird. Auch im hiesigen Klinikum sind seit Einführung des neuen Abrechnungssystems drei Kodierfachkräfte tätig. Die Mitglieder des Bundesvorstandes nutzten zum Abschluss der Veranstaltung die Gelegenheit, das Bad Salzunger Klinikum zu besichtigen und die Arbeitsabläufe im Zentralen Patientenmanagement kennenzu- lernen. Von den medizinischen Möglichkeiten und dem hohen Ausstattungsstandard des Hauses zeigten sich die Teilnehmer beeindruckt. (dh) |