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Wissenslücken schließen, bessere Chancen schaffen
stz, 31.08.2005

BAD SALZUNGEN - "Unser Ziel ist es, Menschen wieder in Arbeit zu bringen", erklärt Brigitte Enzmann, Leiterin des Salzunger Frauen- und Familienzentrums "Louise" das Ziel der Projekte, die mit Beginn des neuen Schuljahres angelaufen sind. Durch den ständigen Kontakt vor allem mit Aussiedlern und sozial schwachen Familien wissen die Mitarbeiter im FFZ "Louise", Wie schwer es diese Leute haben, sich zu integrieren oder gar Arbeit zu finden. Stets unterstützen sie diese Zielgruppen mit verschiedenen Projekten. Die zwei neuen Projekte richten sich an Jugendliche und Erwachsene. Das Projekt "Bessere Berufschancen mit Computerkenntnissen" soll Interessierten helfen, sich mit dem mittlerweile nicht mehr wegzudenkenden Medium auseinander zu setzen. Word, Excel und der Umgang mit dem Internet werden in kleinen Gruppen zusammen erlernt. "Wir wollen die Scheu vor dem Computer abbauen, die viele noch haben. Heute kommt man nicht darum herum, mit dem PC beispielsweise Bewerbungen zu erstellen", weiß Iris Emmelmann, die Projektbetreuerin. Wöchentlich soll der Computerkurs stattfinden, in dem es vor allem darum geht, Grundlagenwissen zu erlernen und an den extra für den Kurs bereitgestellten Computern praktisch umzusetzen. Auch außerhalb der Kurszeiten sollen die Computer zur Verfügung stehen, um kostenlos Bewerbungen zu schreiben und auszudrucken. Das zweite Projekt "Spielerisch Lemschwierigkeiten überwinden" richtet sich an Kinder und Jugendliche, die in der Schule Probleme haben, sich eine Schülerhilfe jedoch nicht leisten können.

 

"Bei den Spätaussiedler-Kindern besteht das Problem oft in der Sprache. Wir wollen ihnen helfen, wieder Spaß am Lernen zu haben und die Wissenslücken zu schließen", erklärt Regina Brand, die Leiterin dieses Projektes ist. In Zusammenarbeit mit der Werratalschule und dem "Jugendtreff 101" erfuhren die Mitarbeiterinnen des Frauen- und Familienzentrums, dass es vielen Kindern aus sozial schwachen oder Migranten-Familien schwer fällt, einen Schulabschiuss zu schaffen, da in der Schule oft zu wenig Zeit bleibt; sich um ihre speziellen Probleme zu kümmern. Deshalb bietet das FFZ "Louise" ab diesem Schuljahr dieses NachhilfeProjekt an. Auch hier sollen der Computer und Lernprogramme genutzt werden. Ziel ist es, die Schulabbrecherquote zu mindern und mit einem guten Abschluss auch sozial Schwachen eine Chance für den späteren Berufseinstieg zu schaffen. "Die Kinder und Jugendlichen sollen wissen, dass sie immer zu uns kommen können, wenn sie mal nicht weiterkommen", wünschen sich die Mitarbeiterinnen der "Louise". Das FFZ bietet alle Projekte kostenlos an. Sie laufen unter dem Programm "Lokales Kapital für soziale Zwecke in Thüringen" und werden vom Land Thüringen und auch aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert. "Schon in der Vergangenheit gab es solche Projekte. Wenn ein Projekt besonders in Anspruch genommen wird, sind wir immer gerne bereit, es nach einem Jahr auch ehrenamtlich weiterzuleiten", erklärt Brigitte Enzmann. (eam)

 
 
 

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