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stz, 03.11.2005
Harald Muhs ist optimistisch, dass sich die Bereitschaftsdienste über Arbeitszeitmodelle absichern lassen.
BAD SALZUNGEN - Keinen massiven personalnotstand erwartet Harald Muhs, Geschäftsführer des Bad Salzunger Klinikums, vom 1. Januar an (stz berichtete gestern) . "Natürlich ergeben sich auch für unser Haus Probleme mit der Umsetzung des Arbeitsgesetzes zum ärztlichen Bereitschaftsdienst", räumt er ein. Hintergrund ist, dass mit diesem Gesetz die Bereitschaftsdienste von Ärzten und Pflegepersonal nicht mehr als Ruhezeit, sondern als Arbeitszeit gewertet werden müssen. Betroffen im Klinikum seien laut Muhs etwa 65 Mitarbeiter im ärztlichen Dienst und 50 Mitarbeiter in sonstigen Bereichen. Für diese Mitarbeiter werden zurzeit Arbeitszeitmodelle entwickelt, die von Abteilung zu Abteilung sehr unterschiedlich sein können, weil die Rahmenbedingungen einfach andere sind. So könne der Bereitschaftsdienst in großen Abteilungen mit einem relativ hohen Personalstamm unter den neuen Bedingungen einfacher geregelt werden, als in kleinen Abteilungen, wo sich bisher ein oder zwei Ärzte die Bereitschaftsdienste teilten, erklärt Muhs.
Der Geschäftsführer möchte Neueinstellungen am Klinikum infolge des Arbeitszeitgesetzes nicht ausschließen, geht aber davon aus, dass das Gros der Dienste über diese Arbeitszeitmodelle abgefangen werden könne. Diese Modelle gestatten es, mit Einverständnis des betreffenden Arztes oder Pflegers, dass über die tariflich feststehende Maximalgrenze der Arbeitszeit von 48 Stunden pro Woche Dienstmodelle bis zu maximal 58 Stunden pro Woche möglich sind. Viele der Mitarbeiter, so Muhs, hätten ihre Bereitschaft zu solchen Lösungen bereits erklärt. Der Prozess sei fließend. Zurzeit würden die Arbeitszeitmodelle für die einzelnen Abteilungen entwickelt und die Bereitschaft der Mitarbeiter, die dazu schriftlich einwilligen müssen, abgefragt. Sollten diese Arbeitszeitmodelle für die Absicherung der Dienste wirklich nicht ausreichen, müsse man über Neueinstellungen nachdenken. Das Geld dazu könne aus dem Fond der Bereitschaftsdienste kommen, der ja nun in diesem hohen Maße nicht mehr benötigt werde. (wei)
 Harald Muhs ist optimistisch, dass sich die Bereitschaftsdienste über Arbeitszeitmodelle absichern lassen.
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