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stz, 02.04.2004
Kollegen, Mitarbeiter und Weggefährten verabschieden den Chefarzt der Kinderklinik in Bad Salzungen, Werner Stoll, in den Ruhestand. Aber nicht ganz.
BAD SALZUNGEN - Die Kollegen, sagt Dr. Werner Stoll, wird er noch einige Monate unterstützen, damit sie nicht "zu dritt 31 Bereitschaftsdienste machen müssen", bis seine Nachfolgerin "in Amt und Würden ist". Das Abschiedsgeschenk, kündigt der Leitende Chefarzt des Kreiskrankenhauses, Dr. Kurt Bauer an, werde deshalb auch "eine Über- raschung im Dienst" sein. Die Freunde, sagt Dr. Reinhardt Huch, "wollen und müssen sich gar nicht verabschieden". Weil für sie "alles weitergeht". Ganz offiziell aber hat Wolfgang Mauritz, Geschäftsführer des Klinikums Bad Salzungen, Werner Stoll"aus den beruflichen Tätigkeiten" verabschiedet. Von Ruhestand wolle er nicht sprechen, sagt er zu Stoll, "das ist nicht Ihre Art", man wisse, dass der Hobbygärtner, Fotograf und Reisende "nicht die Hände in den Schoß legen werde". Mauritz rekapituliert den Werdegang des Kinder- arztes, spricht von "den freudigen und den deprimierenden Ereignissen", den besonderen Erlebnissen, die Werner Stoll in seiner Zeit in Thüringen und in Mocambique geprägt haben. Er erinnert auch an die "kritische Phase" vor einigen Jahren, als man zusammen die drohende Schließung der Kinderklinik habe verhindern können. "Wir haben einiges bewältigt", die Klinik "nach Ihren Vor- stellungen und Wünschen aufgerüstet" und müsse "heute, beim nächsten Kranken- hausplan, nichts befürchten".
Nicht zuletzt, sagt Mauritz, "mit Ihr Verdienst, lieber Freund Stoll". Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Vertreter der Klinikabteilungen, Weggefährten aus anderen Einrichtungen sprechen über viele Jahre "wunderbarer Zusammenarbeit", verbunden mit guten Wünschen, "die alle in Erfüllung gehen sollen". Werner Stoll zögert ein bisschen, ehe er ein paar Worte spricht - er sei "ein bisschen wehmütig". Und es falle ihm nicht ganz leicht "nach 34 Jahren die Einrichtung zu verlassen". Er verabschiede sich aus gesundheitlichen Gründen, "nicht, weil ich keine Lust mehr habe". Dass am Ende seiner Zeit in der Kinderklinik die Frau zu Gast ist, über die er vor einigen Wochen gesagt hat, dass er "ihr sehr sehr viel verdankt", freut ihn besonders. Bei Dr. Lieselotte Flegel, Gründerin der Kinderklinik Marienthal und seine Vorgängerin, hat er seine berufliche Laufbahn als Kinderarzt begonnen. Jetzt hofft er, dass er "noch einige gute Jahre erleben darf" . Er wolle sein "Fernweh erweitern und stillen". Wieder nach Afrika reisen, der Kontinent, "an dem mein Herz hängen ge- blieben ist". Und der Kinderklinik noch ein Weilchen "zur Verfügung stehen". Es sei ein Abschied, aber "es war eine schöne Zeit". (m)
 Chefarzt Dr. W. Stoll
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