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Wartezeiten für Patienten verkürzt
stz, 04.05.2004

Kranke, die geplante Eingriffe erwarten, werden nicht mehr umständlich auf den Stationen aufgenommen Ein wenig erinnert es ans Arbeitsamt. Kranke, die vom Hausarzt zu einem geplanten Eingriff ins Klinikum Bad Salzungen überwiesen worden sind, werden ab jetzt in der zentralen Patientenaufnahme betreut. Sie ziehen am Automaten eine Nummer. Einige Zeit später erscheint auf der gut sichtbaren Anzeige ihre Zahl und der Raum, in den sie eintreten müssen.

BAD SALZUNGEN - Bisher wurden die Kranken, die nicht auf der Notfallstation behandelt werden mussten, gleich auf die entsprechende Station geschickt. Dort gaben sie Auskunft über Krankenversicherung, erhielten erste Unterweisungen, warteteten und kamen später in ein Krankenhausbett, um danach von Krankenschwestern oder -pflegern und dem behandelnden Arzt weiter betreut zu werden. "Mit der Neuordnung wollen wir erreichen, dass der Patient schneller behandelt werden kann und nicht umsonst lange Wege innerhalb des Hauses und längere Wartezeiten auf sich nehmen muss", erklärt der Leiter des zentralen Patientenmanagements, Joris Schikowski. Die Einführung der zentralen Patienten- aufnahme ist jedoch auch den Forderungen der Gesundheitsreform geschuldet. "Kleinere Eingriffe wie Gelenkspiegelungen, die Be- hebung von Leistenbrüchen oder auch mit- unter gynäkologische Eingriffe müssen auf Druck der Krankenkassen nun ambulant operiert werden", begründet der Geschäftsführer des Klinikums, Wolfgang Mauritz, die strikte Differenzierung.

 

Danach folgt unmittelbar nach der Aufnahme durch einen Verwaltungsmitarbeiter ein Arztgespräch, in dem abgeklärt wird, ob der Patient ambulant weiterbehandelt, ambulant operiert oder tatsächlich stationär aufgenommen werden muss. Wie effizient das neue System ist, stellte die Klinikleitung bereits am Einführungstag zufrieden fest. Über dreißig Patienten waren in den ersten Stunden zügig von den Mitarbeitern in den drei Aufnahmezimmern betreut worden. In den sechs Unter- suchungsräumen werden die Patienten von einem Facharzt für Chirurgie, Unfallchirurgie oder innere Medizin genau untersucht. In dieser Zeit wird bereits eine erste detaillierte Patientenakte angelegt. Die Patienten, die wegen eines Hals-Nasen- Ohren-Leidens oder zur Behandlung eines gynäkologischen Problems überwiesen wurden, fahren nach ihrer Aufnahme, wie bisher auch, auf die jeweilige Station, da nur dort die entsprechende apparative Technik vorhanden ist. KATRIN SCHWAB

 
 
 

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