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Medizinische Dokumentare aus vier Bundesländern
stz, 10.06.2004
BAD SALZUNGEN - Im Klinikum Bad Salzungen fand am Dienstag die erste regionale Fortbildungsveranstaltung für Medizinische Dokumentare statt. Die Berufsgruppe der Medizinischen Dokumentare ist eine vollkommen neue in deutschen Krankenhäusern. Das Berufsbild geht auf die Einführung des neuen Fallpauschalen- abrechnungssytems (DRG) in Deutschland zurück. Zur Ermittlung des Preises, den eine Krankenkasse für die Behandlung eines Versicherten bezahlen muss, ist die Dokumentation von ver- schlüsselten Diagnosen und Prozeduren erforderlich. Die Tätigkeit erfordert je Be- handlungsfall einen Zeitaufwand von bis zu 20 Minuten. Um in Zeiten des Ärztemangels kostbare ärztliche Arbeitszeit für die Patientenversorgung freizusetzen, gehen immer mehr Kliniken dazu über, Medizinische Dokumentare mit der Unterstützung der Ärzte beim Kodieren zu beauftragen. Diese sind Spezialisten in den Vorschriften des Abrechnungssystems, kontrollieren die Einhaltung der komplizierten Regelungen und ermitteln den richtigen Preis für die Krankenhausbehandlung. Auf Einladung des Regionalverbandes Mitteldeutschland der Deutschen Gesellschaft für Medizincontrolling e. V., unterstützt von der andeskrankenhausgesellschaft Thüringen und der Klinikum Bad Salzungen gGmbH, trafen sich zirka 35 Medizinische Dokumentare aus Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen zu einer Weiterbildungsveranstaltung.

Die Fachvorträge zum Thema "Kodierungen in der Gynäkologie und Geburtshilfe" und "Nebendiagnosen im DRG System" wurden vom Vorsitzenden des Regionalverbandes, Joris Schikowski, und seinem Stellvertreter Michael Thieme gehalten. Weiterer Schwerpunkt war die Diskussion eines regionalen Fortbildungskonzeptes für Medizinische Dokumentare. Die Teilnehmer schätzten die Veranstaltung positiv ein und äußerten den Wunsch nach der Fortführung im Rahmen einer regelmäßgigen Reihe von drei bis vier Treffen im Jahr. Der DGfM - Regionalverband Mitteldeutschland erklärte sich bereit, für ein weiteres Treffen im November 2004 die organisatorische Federführung zu übernehmen. Neben den Fachvorträgen wurde mehr Raum für die persönliche Kontaktpflege und Erfahrungsaustausch gefordert. Eine weitere Anregung betraf die Auswahl des Veranstaltungsortes - hier könnte es wechselnde Tagungsorte geben. Im Anschluss nahmen verschiedene Teilnehmer die Möglichkeit wahr, das Klinikum zu besichtigen. (js)

 
 
 

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