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Toni, der kleine Wasserfloh, schwamm sich in die Welt
Freies Wort, 17.01.2003

Erste Unterwassergeburt im Bad Salzunger Kreiskrankenhaus / 20 000 Mark wurden für Wanne investiert. Bad Salzungen (wei). Als Toni das Licht der Weit erblickte, war er 52 Zentimeter groß und 3690 Gramm schwer. Der kleine Mann ist gesund und für Mama Cornelia Rübsam und Papa Torsten Arnold ein großes Glück. Auch für die Kreiskrankenhaus GmbH ist Toni, ein besonderes Kind: Es war die erste Unterwassergeburt in Bad Salzungen.

Oberärztin Ines Tonndorf, die mit Hebamme Doris Behrends die Geburt überwachte, taufte den kleinen Mann im Augenblick seiner Geburt liebevoll Joni, unser „Wasserfloh". Und auch wenn Toni das Krankenhaus mit seiner Mutti bereits verlassen hat, wird er in die Geschichte eingehen. Verwaltungsteiter Wolfgang Mauritz freut sich, dass das neue Angebot der Gynäkologie angenommen wird. 20000 DM wurden investiert und die Geburtswarnne so eingebaut, dass sie in das neue Krankenhaus mitgenommen werden kann, betont er. Für den neuen Chefarzt der Frauenabteilung, Dr. Dietmar Christmann, der seit dem 1. April im Amt ist, vervollständigt die Möglichkeit der Unterwas sergeburt das Angebot für die Mütter. Neben der konventionellen Geburtsliege werden zunehmend Rundbett und Geburtshocker von den Frauen genutzt.

Cornelia Rübsam, die als erste Frau den Mut hatte, ihr Kind in der Wanne zur Welt zu bringen, ist von der Unterwasserigeburt sehr angetan. Auch für ihren Mann, der von Anfang an dabei war, war es ein großes Erlebnis. Die junge Mutter bestätigt die Vorteile, die die Ärzte einer solchen Geburt zuordnen. Vor allem die Entspannung zwischen den Wehen sei tiefer. Im 37 Grad warmen Wasser entkrampfe der Körper besser. Angst um ihren Toni habe sie keine Sekunde lang gehabt.

Die Sicherheit bei einer Unterwassergeburt und die Überwachung des Kindes ist genauso gegeben wie bei der herkömmlichen Geburt, bestätigt Dr. Christmann, der aus Rothenburg obder Tauber nach Bad Salzungen kam. Trotzdem würden nur Frauen zur Unterwassergeburt zugelassen, die selbst gesund und die Herztöne des Kindes in Ordnung sind. Das Kind gleite bei dieser Geburt aus dem Fruchtwasser in die Wanne. Durch den Tauchreflex, schließlich sei das Kind ja neun Monate im Fruchtwasser geschwommen, bestehe überhaupt keine Gefahr. Einmal aus dem Wasser genommen, verliere sich dieser Reflex sofort und das Köpfchen dürfe nicht mehr unter Wasser, erklärt der Chefarzt. Er hofft gemeinsam mit der Oberärztin, dass viele Frauen diese neue Möglichkeit nutzen.

Die jungen Eltern sind mit ihrem Torii überglücklich. Der Kleine versteht den ganzen Rummel nicht, aber Mama freut sich Über Blumen und Glückwünsche. Weil sie diese Art der Geburt als angenehm empfunden hat, versicherte Cornelia Rübsam zum Abschied, ihr zweites Kind wieder in der Wanne zu bekommen.

 
 
 

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