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stz, 17.04.2003
Das Konzept für die Nachnutzung wird nun umgesetzt. „Wenn alles wunschgemäß läuft, dann ist alles Mitte 2004 fertig", zeigt sich Wolfgang Mauritz, Geschäftsführer des Bad Salzunger Klinikums sicher, der auch für die Vermarktung des Ex-Krankenhausgeländes zuständig ist.
BAD SALZUNGEN - „In der ehemaligen Stadtambulanz, der Kinderabteilung und Teilen der Unfallchirurgie soll die Medizinische Fachschule, die jetzt im Berufsbildungszentrum am Lindig untergebracht ist, ein neues Domizil bekommen", blickt er weiter voraus. Zwar gäbe es jetzt Gespräche wegen der Privatisierung der Schule (wir berichteten), doch werde das Klinikum dann sicher ein Gesellschafter sein. Wer noch mit einsteigt, sei noch zu klären. Die Vorplanungen für die notwendigen Umbauten seien schon mit der Schulleitung erfolgt. Jetzt gehe es nur noch um Detailplanungen, wie zum Beispiel Fußbodenbeläge und die Steckdosen.
Eng mit diesem Projekt hängt ein weiteres auf dem Ex-Krankenhaus-Gelände zusammen. Die ehemalige Abteilung für Geburtshilfe/Frauenheilkunde, untergebracht in einem Containeranbau, sowie die Hals-Nasen-Ohrenklinik sollen zum Internat umgebaut werden. Im Moment geht es um rund 40 Betten, überwiegend in Einzelzimmern, die durch Doppelzimmer komplettiert werden. Weitere Räume für eine mögliche Erweiterung gäbe es noch im Dachgeschoss, sodass bis zu 60 Betten vorgehalten werden könnten. „Das wird auch das Erste sein, was wir in ein bis zwei Wochen beginnen werden. Denn zuerst werden hier einmal Medizinstudenten untergebracht, da wir ja akademisches Lehrkrankenhaus sind. Auch Schwestern könnten wir hier erst einmal Plätze anbieten, bis das Internat läuft"", kündigt der Klinik-Chef an. Das Gebäude der ehemaligen Inneren Abteilung soll Platz für die Altenpflege bieten. „Die 94 Heimplätze, darunter auch eine besondere Station für Demenzkranke, werden eventuell von einer Klinik-Tochter selbst betrieben. Dazu gibt es aber noch keine endgültige Entscheidung.
Bedarf dafür gibt es im Wartburgkreis auf jeden Fall", schätzt Wolfgang Mauritz ein. Zudem soll eine Seniorenwohngemeinschaft in der ehemaligen Paul-Geheeb-Schule untergebracht werden. Der Klinik-Geschäftsführer dazu: „Hier geht es um drei Wohneinheiten, zwei mit fünf und eine mit drei Wohnungen. Wohnzimmer und Küche werden dabei gemeinsam genutzt. Das Angebot gilt für ältere Leute, die noch zu fit sind, oder für solche, die noch zu jung für ein Altenheim sind." Und die Lage für ein solches Projekt sei ideal durch die Nähe zur Stadtmitte und die gute Infrastruktur.
Für das Dr.-Sulzberger-Krankenhaus, den ältesten Gebäudekomplex des Ensembles, ist die Nutzung als psychiatrische Tagesklinik vorgesehen, die bisher in einem Nachbargebäue auf dem Gelände eingemietet war. „Eigentlich sollte sie in das neue Klinikum integriert werden. Durch die Betten-Aufstockung durch das Land war das dann nicht möglich. Aber durch die gute Anbindung an die Stadt ist im Ex-Krankenhaus der Standort bedeutend besser. Das ermöglicht bessere soziale Kontakte. Die Unterlagen werden zurzeit in Erfurt geprüft"", erläutert Wolfgang Mauritz dazu.
Auch das übrige Gelände soll kräftig umgestaltet werden, um den Parkcharakter noch besser auszuprägen. So sind bereits einige Nebengebäude abgerissen und auch die Baracken sowie die Cafeteria folgen noch. Das Gebäude an der Haupteinfahrt soll für die Verwaltung und die Telefonzentrale genutzt werden. Das Heizhaus, das mittlerweile auf Fernwärme umgerüstet ist, wird den gesamten Komplex weiter versorgen. Und gute Chancen sieht Wolfgang Mauritz auch dafür, die einst in das Krankenhaus eingebauten Operations-Container wieder zu demontieren und zu verkaufen.
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