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Freies Wort, 07.04.2000 Wie steht's? Unsere Serie begleitet große Bauvorhaben - Heute: Kreiskrankenhaus Bad Salzungen (hn). Im Oktober soll am neuen Kreiskrankenhaus auf dem Lindig Richtfest gefeiert werden. Da ist sich Architekt Mathias Kirschner sicher, denn die Arbeiten, sind auch nach dem Winter im Plan.
„Der Winter selbst hat uns eigentlich weniger Probleme bereitet. Der starke Wind zwang uns aber immer wieder, die Arbeiten mit den Kränen einzustellen. Die Sicherheit wäre sonst nicht gewährleistet gewesen“, erzählt er und macht eine imposante Rechnung auf, was sich in den letzten Monaten am Lindig tat: „Beim Planieren und dem Modellieren des Geländes wurden 90 000 Kubikmeter Erde bewegt, wovon 45 000 Kubikmeter wieder hier eingebaut wurden. Allein für den eigentlichen Hauptbau fielen 50 000 Kubikmeter an Aushub an. Etwa 10 000 Kubikmeter sind noch zu bewegen.“ Auch die Zahlen, die das Gebäude — es nimmt die Fläche von rund zwei Fußballfeldern einbetreffen, machen deutlich, was schon geschaffen wurde: 1200 Quadratmeter Mauerwerk sind errichtet, es folgen noch 200 Quadratmeter. Für die Fundamente waren 2200 Kubikmeter Beton notwendig. 1500 Tonnen Stahl wurden für Bewehrungen, "verbaut", 2900 sollen es insgesamt werden. Für Wände, Stützen und Decken wurden 9000 Kubikmeter Beton verwendet. Bis Mitte September soll das neue Kreiskrankenhaus, das eine nutzbare Fläche von 37 300 Quadratmetern in allen Etagen hat, „hochgezogen“ sein. Ausgenommen davon ist nur der Wirtschaftshof, der noch nicht geschlossen werden kann, bis die Betonierungsarbeiten im Inneren beendet sind. Hier wird die Zufahrt gesichert.
„Ziel ist es, dann alle Fenster bis zum Winter einzusetzen, so dass der Innenausbau in den Wintermonaten vorgenommen werden kann. Immerhin wollen wir 2002 Einzug feiern“ weist Krankenhaus-Geschäftsführer Wolfgang Mauritz auf die weiteren Planungen hin. Im Moment wird an den künftigen Operationssälen gearbeitet, dann kommt ein Technikgeschoss, um kurze Wege für die OP-Technik zu garantieren. „Darauf folgen drei Pflegeetagen. Beim Innenausbau werden vornehmlich Tockenbäuwände errichtet. Sie sind sehr flexibel und ermöglichen ohne Probleme Veränderungen und Nachinstallationen“, geht der Architekt weiter ins Detail. Nach der Submission für die Gewerke Elektro, Sanitär und Innenputz soll es nun bald auch auf diesem Gebiet in die Vollen gehen. In rund acht Wochen wird dann schon mit der Submission für Heizung, Lüftung und Brandschutz gerechnet. Doch nicht nur der Bau ist schon weit aus dem Boden gewachsen, auch die Außenanlagen haben schon Gestalt angenommen. So sind die Wälle für den Schallschutz und Zäune fertig gestellt. „Wenn das Krankenhaus in Betrieb geht, dann soll es schon kräftig rundherum blühen. 40 Bäume sind schon gepflanzt und es werden noch einmal etwa so viele hinzukommen. Alleine für die Pflanzarbeiten sind rund 1,5 Millionen Mark eingestellt“, so das Credo von Matthias Kirschner.  Ein imposantes Bild bietet der Kreiskrankenhaus-Neubau auf dem Bad Salzunger Lindig aus der Kranperspektive. |