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Und jetzt geht´s richtig los ...

Freies Wort, 16.04.1999
Erdarbeiten für Neubau des Kreiskrankenhauses begannen Bad Salzungen, (swo). Eines werden die Patienten im künftigen Kreiskrankenhaus auf jeden Fall haben: einen einzigartigen Blick auf die Vorderrhön mit Hundskopf, den Krayenberg und den Thüringer Wald. Gestern wurde der erste Boden für das 190-Millionen-Mark-Projekt auf dem Lindig geschoben.

Ob dieses Blickes und der „aprilfrischen Luft“ meinte Landrat Martin Kaspari, dass die Patienten ab 2002 hier vielleicht noch schneller genesen als bisher mitten in der Stadt. Er, Kreisbeigeordneter Manfred Grob, Krankenhaus-Geschäftsführer Wolfgang Mauritz und CDU-Landtagsabgeordneter Hans-Peter Häfner waren gekommen, um den Beginn der Erdarbeiten als Startschuss für den Neubau in Augenschein zu nehmen. Eigentlich sollte dies schon vor eineinhalb Jahren sein, „doch der vom Land geforderte Architektenwettbewerb hatte die Planung um diese Zeit zurückgeworfen“, bedauerte Mauritz.

Eine sächsisch-thüringische Firma hatte den Zuschlag bekommen und wird nun insgesamt 120 000 Kubikmeter Erde bewegen. Erst einmal werden 88 000m³ abgetragen, die zur Hälfte wieder für die Nivellierung und als Schallschutz Verwendung finden. Die andere Hälfte geht zur Verfüllung ins Gewerbegebiet Merkers. Beim Bau ist eine Höhendifferenz von 12 bis 15 Metern zu überwinden. Das Grundstück ist 73 000 Quadratmeter groß. Das Haus wird auf 288 Meter Höhe liegen.

Die Zufahrt zum Krankenhaus erfolgt über die Straße „Am Lindig“. Dort entstehen schon bald 115 Parkplätze, die erst von den Bauleuten und später von den Besuchern des Krankenhauses genutzt werden können. In Spitzenzeiten rechnet man mit 150 Bauleuten vor Ort. Nach Bauende gibt es vier Parkflächen mit insgesamt 320 Plätzen. Der offizielle Spatenstich mit noch mehr Politprominenz soll am 8. Juni sein, die Grundsteinlegung ist für den 6. September avisiert.

Der Landrat freute sich, dass er in seiner Amtszeit dieses 435-Betten-Haus anschieben konnte. Nach dem Berufsbildungszentrum, das „nur“ 54 Millionen und dem Landratsamt, das 22 Millionen Mark gekostet habe, sei dies das kostenintensivste Projekt. Allerdings werde der Neubau fast voll vom Land gefördert. 170,3 Millionen Förder-Mark sind schon fest. Der Kreis bezahlt nur das, was nicht förderfähig ist.

Erst diese Woche konnten Häfner und Mauritz aushandeln, dass auch die Zwischenfinanzierung vom Land gefördert wird. Denn die 190 Millionen werden in Zehn-Jahres-Scheiben ausgereicht.

 


Wer tanzt denn da aus der Reihe? Oder war der Gummistiefelträger nur der Cleverste? Füße (v.l.): Mauritz, Grob, Häfner.


Historischer Tag: Die Raupe der Firma SäthAS zog gestern die ersten Bahnen auf der grünen Wiese.
 
 
 

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