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Das heutige Klinikum war vor seinem Umzug in den Neubau auf vier Standorten (Bad Salzungen – Langenfelder Straße, Krankenhausapotheke am Markt, Chirurgie in Bad Liebenstein, Psychiatrie in Marienthal) zersplittert. Allein auf dem Krankenhausgelände in Bad Salzungen befanden sich 23 Einzelgebäude.
Der älteste Komplex des damaligen Krankenhauses „Dr. Sulzberger“ trug den Namen nach dessen Stifter Dr. med. Christian Sulzberger und nach dessen Ehefrau Christiane-Sophie Sulzberger, die schon zu Lebzeiten als Armenpflegerin bekannt war.
Von 1846 bis 1851 wurde in der Langenfelder Straße das Krankenhaus von der Stiftung gebaut und damit das zu klein gewordene Armenspital abgelöst. Der zuerst gebaute Teil des Hauses ist noch heute erhalten, 1880 erfolgte dann der erste Erweiterungsbau.
In den über 150 Jahren danach wurden zahlreiche weitere Baumaßnahmen zur steten Erweiterung des Krankenhauses durchgeführt. 1925/1926 erfolgte der Bau der Seuchenbaracke (spätere Verwaltungszentrale) und des Haupthauses, 1964 der Bau des damaligen OP-Traktes. Von 1968 bis 1971 entstand die Infektionsabteilung, worin sich später die Station VII der Medizinischen Klinik und das Zentrallabor befanden.
1975 wurde das zentrale Heizhaus gebaut. 1976 entstand die Stadtambulanz am Krankenhaus und 1984 bis 1986 der Neubau der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe.
Von 1988 bis 1992 wurde die Medizinische Klinik ausgebaut und aufgestockt, 1993 die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe um einen Bettentrakt erweitert. 1996 wurde ein spezieller Bettentrakt für die Verlagerung der chirurgischen Abteilung von Vacha nach Bad Salzungen (spätere HNO-Klinik) erstellt und der Operationstrakt erweitert.
1997 wurde der Um- und Erweiterungsbau der Psychiatrischen Klinik in Marienthal eröffnet und die Sanierung und Erweiterung des damaligen OP-Bereiches abgeschlossen. Die Psychiatrische Tagesklinik wurde 1998 (im ehemaligen HNO-Gebäude) eröffnet.
Seit der Grundsteinlegung vor über 150 Jahren wurde immer wieder versucht, durch erneute Um- und Anbaumaßnahmen die Bedingungen für Patienten und Personal zu verbessern. Damit konnte die räumliche Trennung zwischen den einzelnen Abteilungen nicht überwunden werden.
Erst mit dem durch den Bund und den Freistaat Thüringen geförderten Neubau wurde eine neue Dimension erreicht: Endlich bestand die Möglichkeit, die Einzelstandorte zusammenzuführen und damit die Versorgung der Patienten noch effektiver zu gestalten.
1999 wurde mit dem Krankenhaus-Neubau „Am Lindig“ begonnen. Der Umzug erfolgte im September 2002.
Seit dem Umzug in den Krankenhausneubau hat sich schon wieder viel getan. Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik wurde 2005 um eine 16-Betten-Station erweitert. 2007 haben wir im Bereich der Klinik für Inneren Medizin eine Palliativeinheit mit 8 Betten geschaffen, wodurch uns ermöglicht wird, unheilbar kranke Menschen adäquat zu betreuen. 2008 ist im Bereich der Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde durch Umstrukturierung einen separaten Bereich für die Aufnahmeuntersuchung und ambulante Behandlung der Patienten entstanden, durch den ein optimaler Behandlungsablauf gewährleistet wird. Außerdem haben wir 2008 mit dem Bau unseres Ambulanten Zentrums begonnen, welches im April 2009 eröffnet wurde. Hier finden Sie unser ambulantes OP-Zentrum, eine Apotheke und verschiedene Fachärzte sowohl unseres Medizinischen Versorgungszentrums als auch in eigener Niederlassung. Im Herbst 2009 wurde außerdem in unserer Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe das lang ersehnte Familienzimmer eingeweiht.
Das ehemalige Krankenhausgelände wird weiterhin für soziale Zwecke genutzt. Hier befinden sich die Psychiatrische Tagesklinik, ein Wohnheim für unsere Auszubildenden, Praktikanten und Medizinstudenten, unsere Praxis für Ergotherapie, ein Alten- und Pflegeheim der Seniorenpflege Bad Salzungen GmbH, die Fachschule für Gesundheitsfachberufe, die Fachschule für Physiotherapie, verschiedene soziale Vereine und seit 2006 unser Medizinisches Versorgungszentrum mit Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen. Weiterhin hat sich ein Nuklearmediziner auf dem Gelände niedergelassen. |